Frankfurt gegen Offenbach: Warum das Mainderby mehr als Fußball ist

 

Mainderby-Mythos: Warum es mehr ist, als nur ein Spiel

Wenn Industrie auf Finanzmacht trifft

Es gibt Spiele, da geht es um Punkte. Und dann gibt's das Mainderby. Wenn der OFC auf die Frankfurter Eintracht trifft, geht es um mehr: um Stolz, Geschichte und den ewigen Zwist zweier benachbarter Welten.

Die Rivalität zwischen Offenbach und Frankfurt zieht sich durch die Jahrzehnte – von ruppigen Gauliga-Partien in den 30ern über das legendäre Pokalviertelfinale 1970 bis hin zu hitzigen Duellen im DFB-Pokal der 2000er.

Frankfurt – mondän, reich, Bundesliga. Offenbach – ehrlich, rau, Regionalliga. Zwei Welten, getrennt durch den Main, verbunden durch tief sitzenden Derby-Hass.

Ein Derby mit Narben

Schon 1935 endete ein Spiel mit mehreren Verletzten – die Rache folgte ein Jahr später. 1959 stahl die Eintracht dem OFC im Meisterschaftsfinale den großen Traum, mit Ex-OFC-Trainer Paul Oßwald auf ihrer Bank. Und als 1963 die Bundesliga gegründet wurde, nahm man Frankfurt mit ins Oberhaus – Offenbach blieb draußen. Trotz Qualifikation. Das sitzt.

Als der OFC 1970 den DFB-Pokal gewann, war ein 3:0 gegen die Eintracht im Viertelfinale der erste Schritt zum Titel. Und jedes Mal, wenn sich die Wege in Liga oder Pokal kreuzen, fühlt es sich an, als ginge es um mehr als Fußball.

Und was bleibt?

Kein anderes Spiel hat so viele Kapitel, Emotionen und Eskalationen geschrieben wie das Mainderby. Der OFC mag sportlich aktuell unterklassig sein – aber im Herzen der Fans ist jeder Derby-Sieg ein Weltmeistertitel. Und das bleibt. Für immer.

Eintracht? Verrecke. Und der OFC lebt.

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